Meditationsabend mit Mae Chee Brigitte 2026

Ein Abend mit Brigitte Schrottenbacher – Achtsamkeit, Loslassen und liebende Güte

Der Abend mit Brigitte Schrottenbacher war geprägt von Wärme, Humor und einer wohltuenden Klarheit. In einer Zeit, in der viele Menschen von Sorgen, Unsicherheit und innerer Unruhe bewegt werden, eröffnete sie einen Raum, in dem Einfachheit, Menschlichkeit und gegenwärtiges Erleben wieder spürbar werden konnten.

Im Mittelpunkt stand die Einladung, immer wieder zum gegenwärtigen Moment zurückzukehren. Brigitte erinnerte daran, dass unser Geist oft zwischen Vergangenheit und Zukunft pendelt und wir dabei leicht den Kontakt zu uns selbst verlieren. Der Atem und der Körper können dabei zu stillen Ankern werden, die uns zurück ins Hier und Jetzt begleiten.

Achtsamkeit erschien an diesem Abend nicht als abstraktes Konzept, sondern als eine sehr praktische und lebensnahe Haltung. Gefühle wie Angst, Ärger oder Traurigkeit müssen nicht verdrängt werden. Vielmehr können wir lernen, ihnen mit Offenheit zu begegnen, ohne uns vollständig von ihnen bestimmen zu lassen. Zwischen einem Gefühl und unserer Reaktion entsteht durch Achtsamkeit ein kleiner Raum – und in diesem Raum liegt Freiheit.

Immer wieder sprach Brigitte auch vom Loslassen. Nicht als Gleichgültigkeit, sondern als sanftes Entkrampfen. Gedanken, Emotionen und Sorgen dürfen kommen und gehen wie Wolken am Himmel. Das Leben wird leichter, wenn wir nicht alles festhalten müssen.

Dabei wurde deutlich, dass Freude ebenso ihren Platz hat wie Schmerz. Der sogenannte „Mittlere Weg“ bedeutet nicht, Gefühle zu vermeiden, sondern ihnen mit Gelassenheit zu begegnen. Alles ist vergänglich – sowohl das Schwierige als auch das Schöne. Gerade darin kann eine tiefe Ruhe entstehen.

Besonders berührend war die gemeinsame Metta-Praxis, die Meditation der liebenden Güte. Ausgehend von uns selbst weitete sich der Wunsch nach Frieden, Gesundheit und Glück Schritt für Schritt auf andere Menschen und schließlich auf alle Wesen aus. Es entstand ein Gefühl von Verbundenheit und Mitgefühl, das weit über den Abend hinaus nachklingen dürfte.

Auch Vergebung und Selbstannahme spielten eine wichtige Rolle. Brigitte machte Mut dazu, milder mit sich selbst zu sein und nicht ständig die Last der Welt auf den eigenen Schultern zu tragen. Manches darf einfach losgelassen werden.

So wurde dieser Abend zu mehr als einem Vortrag: zu einer gemeinsamen Erinnerung daran, dass Frieden nicht irgendwo außerhalb von uns beginnt, sondern in der Art, wie wir einem einzigen Atemzug begegnen.